Dienstag, 7. Juni 2022, 19.00 Uhr, auf dem Gemeindehausplatz der Gemeinde Konolfingen 

Die Versammlung startet ausnahmsweise bereits um 19.00 Uhr und findet bei schönem Wetter auf dem Gemeindehausplatz statt. Bei schlechtem Wetter wird in das Kirchgemeindehaus ausgewichen.

 

Traktanden 

1.

Genehmigung der Gemeinderechnung 2021 und Genehmigung des Nachkredites von Fr. 990'000.—, Einlage Spezialfinanzierung Vorfinanzierung Verwaltungsvermögen

 

2.

Kenntnisnahme Abrechnung Verpflichtungskredit Neubau Feuerwehrmagazin

 

3.

Genehmigung Verpflichtungskredit von Fr. 764'00.— für das Projekt "Liegenschaft Bernstrasse 1a: Umnutzung zu einem Aufenthaltsraum

 

4.

Verschiedenes

-       Ortsplanungsrevision

-       Entwicklungsstrategie Inseli 2040

-       Schule

-       Schutz & Rettung

 

 

Hinweise

  • Die Unterlagen zu den Geschäften können 30 Tage vor der Versammlung, das heisst ab Mai 2022, bei der Gemeinde Konolfingen, Empfang, eingesehen werden. Ab diesem Datum kann bei der Abteilung Finanzen die Gemeinderechnung 2021 bezogen werden.
  • Das Protokoll der Versammlung vom 7. Juni 2022 liegt ab 7. Juli 2022 während 30 Tagen bei der Gemeinde Konolfingen, Empfang, öffentlich auf. Während der Auflage kann gegen den Wortlaut beim Gemeinderat Konolfingen schriftlich Einsprache erhoben werden.
  • Beschwerden gegen Versammlungsbeschlüsse sind innert 30 Tagen nach der Versammlung schriftlich und begründet beim Regierungsstatthalteramt Bern Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen einzureichen (Art. 63 ff Verwaltungsrechtspflegegesetz VRPG). Die Verletzung von Zuständigkeits- und Verfahrensvorschriften ist sofort zu beanstanden (Art. 49 a Gemeindegesetz GG; Rügepflicht). Wer rechtzeitige Rügen pflichtwidrig unterlassen hat, kann gegen Beschlüsse nachträglich nicht mehr Beschwerde führen.

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung finden die Ehrungen für das Jahr 2021 sowie die Prämierung der schönsten Kühe statt. 

Der Abend wird mit einem kleinen Imbiss ausklingen.

 

Traktandum 1 - Genehmigung der Gemeinderechnung 2021 und Genehmigung des Nachkredites von Fr. 990'000.—, Einlage Spezialfinanzierung Vorfinanzierung Verwaltungsvermögen

Referent: Jonas Rohrer, RC Finanzen / Steuern

 

Traktandum 2 - Kenntnisnahme Abrechnung Verpflichtungskredit Neubau Feuerwehrmagazin

Referent: Bruno Maurer, RC Einwohnerdienste / Sicherheit

Die Einwohnergemeinde hat am 30. November 2014 an der Gemeindeabstimmung den Verpflichtungskredit von 14 Millionen Franken für den Kauf der Grundstücke und als verzinstes Darlehen für den Neubau des Feuerwehrmagazins an die Feuerwehr Konolfingen genehmigt. 

Die beiden Parzellen Nr. 619 und 624 an der Bernstrasse konnten anschliessend gekauft werden. Die Grundstücke sind im Altlastenkataster des Kantons Bern als belastet eingetragen. Unter der Altlast befindet sich Seekreide. Dieser Untergrund ist nicht stabil. Damit der Baugrund die notwendige Tragfähigkeit aufweist, musste er durch verschiedene Arbeitsschritte vorbereitet werden (Teilaushub der Altlast, Kieshinterfüllung, spezielle Pfählung, Fundamentplatte etc.). 

Für die Realisierung der Neubauten wurde ein Studienauftrag vorbereitet und in Auftrag gegeben. Der Auftrag ging an Rollimarchini AG, Architekten SIA, Bern. 

Die beiden Neubauten; Landi Shop mit Tankstelle sowie Feuerwehrmagazin mit Vor- und Parkplatz sind erstellt und seit anfangs 2019 in Betrieb. 

Die Drittparzelle steht noch zur Verfügung, die Altlastsanierung auf diesem Teilstück ist noch nicht realisiert. Es muss mit Sanierungskosten von ca. CHF 400'000.00 gerechnet werden. 

Die Bauabrechnung wurde nun erstellt und wird zur Kenntnisnahme gebracht.

Die Anlagekosten von Total Fr. 10‘575‘171.20 und der Landkauf von Fr. 2‘508‘967.80 ergibt ein Gesamttotal von Fr. 13‘084‘139.—. Der bewilligte Verpflichtungskredit wird um Fr. 915‘861.— unterschritten.

 

 

Traktandum 3 - Genehmigung Verpflichtungskredit von Fr. 764'000.-- für das Projekt Liegenschaft Bernstrasse 1a: Umnutzung zu einem Aufenthaltsraum

Referent: Simon Buri, RC Hochbau / Planung

Seit dem Neubau des Gemeindehauses hat die Anzahl Mitarbeitende um 40 Personen zugenommen – der sehr kleine Aufenthaltsraum jedoch ist gleichgeblieben. Um die Platznot zu lindern, will der Gemeinderat das bestehende Feuerwehrmagazin als neuen Aufenthaltsraum ertüchtigen. So wird bestehender Raum sinnvoll genutzt, ein geschichtlicher Zeitzeuge bewahrt und der Ausbau des Gemeindehauses in Zukunft nicht beeinträchtigt. 

Ausgangslage

Vor rund 18 Jahren wurde das neue Gemeindehaus in Betrieb genommen. Seither hat sich Vieles verändert – so auch der Personalbestand. Konolfingen ist eine Zentrumsgemeinde im Kiesental. Während im Jahr 2003 rund 25 Mitarbeitende im Gemeindehaus tätig waren, sind es heute rund 65 Mitarbeitende, also ein Wachstum um 40 Mitarbeitende oder 160 Prozent. Die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten im Gebäudeinnern blieben indes unverändert, u.a. der kleine Aufenthaltsraum mit rund 17 Quadratmetern. Für die aktuelle Belegschaftsgrösse ist eine Fläche zwischen 70 – 80 Quadratmeter bedarfsgerecht.

Wie sich tagtäglich seit Jahren zeigt, erweist sich besonders die Mittagspause als logistische Herausforderung. Mitarbeitende können ihre Mittagspausen nur in Schichten abhalten. Der Aufenthaltsraum hat auch sehr wichtige soziale Aspekte, die wesentlich zum sozialen Kitt und einer guten Zusammenarbeit beitragen: man trifft sich abteilungsübergreifend (aufgrund der heutigen Platzverhältnisse nicht möglich), tauscht sich aus, bespricht geschäftliche Themen, trifft sich nach einer Sitzung zur Nachbesprechung usw. Hinzu kommt, dass der Aufenthaltsraum zwischen den Abendsitzungen als Tapetenwechsel genutzt wird. Die heutige Räumlichkeit lässt keinen Platz für allfällige Pflanzen oder ähnliche Einrichtungen zu – auch wenn dies nicht der Hauptbestandteil ist, trägt ein angenehmes Klima wesentlich zum Wohlbefinden und gelungenem abteilungsübergreifenden Austausch bei. 

In der Personal-Umfrage (August 2018) wurde der fehlende Platz im Aufenthaltsraum oft als Kritikpunkt aufgeführt. Er wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht und reduziert damit auch die Attraktivität der Gemeinde als Arbeitgeberin.

Zielsetzung

Das Thema der Platznot führte dazu, dass der Gemeinderat zusammen mit der Geschäftsleitung entschied, eine Projektstudie zur Variantenerarbeitung in Auftrag zu geben. Er verfolgt dabei das folgende Ziel: 

Ein Aufenthaltsraum,

  • der den heutigen Bedürfnissen gerecht wird
  • der eingebettet ist in die langfristige Strategie zur Entwicklung des Gemeindehauses
  • der ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist 

Rahmenbedingungen

Die Bevölkerung von Konolfingen wächst und die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden wird stetig intensiver. Dies führt dazu, dass bis 2035 gemäss einer aktuellen Analyse mit einem zusätzlichen Bedarf von 15 bis 20 Arbeitsplätzen sowie einem weiteren Sitzungszimmer zu rechnen ist. Dabei ist der Bedarf, der durch allfällige Fusionen entstehen könnte, nicht berücksichtigt. 

Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation ist das Homeoffice in aller Munde. Eine Gemeindeverwaltung kann jedoch nicht mit anderen Dienstleistungen resp. der Privatwirtschaft verglichen werden. Selbstverständlich liegt in Konolfingen ein grosses Angebot an Onlinemöglichkeiten vor, dennoch wird bei allen Abteilungen der persönliche Kontakt auf beiden Seiten geschätzt und ist unumgänglich. Gemäss einer aktuellen Analyse liegt das Einsparungspotenzial durch konsequentes Homeoffice lediglich bei zwei bis fünf Arbeitsplätzen, sofern die aktuellen Öffnungszeiten beibehalten werden. Für den langfristigen Bedarf wird darum das Nutzen von zusätzlichem Raum unumgänglich sein. 

Um die Zusammenarbeit in der Gemeindeverwaltung weiterhin möglichst effizient und einfach zu gestalten, will der Gemeinderat den zusätzlich nötigen Raum möglichst im heutigen Gemeindehaus oder in unmittelbarer Umgebung schaffen. Für die langfristige Entwicklung kommen deshalb eine effizientere Raumnutzung im Gemeindehaus, eine Erweiterung des Gemeindehauses oder die Nutzung des Kreuzplatzes 1 in Frage, sofern sich dort ein Wechsel von Mieterinnen oder Mietern ereignet.

Geprüfte Varianten

Seit 2018 wurden detaillierte Überlegungen angestellt: interne Lösungen innerhalb des Gemeindehauses, ein freistehendes Provisorium auf dem Gemeindehausplatz, ein bahnseitiger Anbau an das bestehende Gemeindehaus, die Auslagerung an einen externen Standort, die Umnutzung des Archivs und der Liegenschaft Bernstrasse 1a (heute Abstell-, Material- und Fahrradraum). Intensiv untersucht wurden insbesondere die folgenden Varianten: 

Variante

Container freistehend

Kubus als Anbau

Altes
Feuerwehrmagazin

Beschreibung

Als Übergangslösung für 5-10 Jahre, freistehend auf dem Vorplatz des Gemeindehauses.

Fixer Kubus, auf der Westseite des Gemeindehauses zur Bahn hin angebaut.

Umnutzen des alten Feuerwehrmagazins (heute Abstell-, Material- und Fahrradraum)

Investitionskosten

Fr. 270'000.—

Fr. 610'000.—

Fr. 764'000.—

 

Die Kosten für die Ertüchtigung exkl. Innenausbau belaufen sich auf Fr. 545'000.—.

Betriebs- und Unterhaltskosten

Fr. 45’000.—/Jahr
(inkl. Abschreibung über 10 Jahre)

Fr. 39’000.—/Jahr
(inkl. Abschreibung über 33 Jahre)

Fr. 44’000.—/Jahr
(inkl. Abschreibung über 33 Jahre)

Langfristige Strategie für die Entwicklung des Gemeindehauses

Spätere Integration des Aufenthaltsraums in eine Erweiterung des Gemeindehauses (ca. Fr. 2.5 Mio.).

Nutzung des Kreuzplatzes 1.

Nutzung des Kreuzplatzes 1 oder Erweiterung des Gemeindehauses.

Hauptvorteile

Tiefe Investition.

Langfristige Lösung.

Langfristige Lösung.

Flexible Weiterentwicklung des Gemeindehauses möglich.

Nutzt bestehenden, unternutzten Raum.

Hauptnachteile

Nur eine kurzfristige Lösung.

Standort nicht optimal.

 

Hohe Investition.

Weiterentwicklung des Gemeindehauses stark eingeschränkt.

Verlust des heutigen Aussensitzplatzes.

Höchste Investition.

Fazit

Verschiebt das Problem lediglich und bietet keinen echten Mehrwert.

Langfristige Lösung, die die Weiterentwicklung des Gemeindehauses stark einschränkt.

Langfristige Lösung mit einer höheren Erstinvestition, die sich optimal in die Weiterentwicklung des Gemeindehauses einfügt.

 

Bestehenden Raum nutzen und dem alten Feuerwehrmagazin neues Leben einhauchen

Der Gemeinderat und die Geschäftsleitung haben eine umfangreiche und langfristige Strategie entwickelt – daraus resultiert die nun vorliegende Best-Variante: die Umnutzung des alten Feuerwehrmagazins zu einem Aufenthaltsraum. 

Damit wird ein Projekt realisiert, welches sämtlichen Anforderungen entspricht: Die genannte Liegenschaft – welche heute als Abstell-, Material- und Fahrradraum komplett unternutzt ist – schafft den optimalen Raum für den künftigen Aufenthaltsraum. Die strategischen Reserven bleiben bestehen und können bei einem weiteren Personalwachstum für die Erweiterung von Büroräumlichkeiten verwendet werden. Zudem wird beabsichtigt, das alte Feuerwehrmagazin der Öffentlichkeit und Vereinen für Anlässe zur Verfügung zu stellen – umso wichtiger ist eine freistehende Räumlichkeit losgelöst vom Gemeindehaus, welche über sanitäre Anlagen verfügt. Nicht zuletzt wird so dem alten Feuerwehrmagazin, welches ein erhaltenswertes Baudenkmal und somit ein Zeitzeuge von Konolfingen ist, neues Leben eingehaucht.

Die Kosten werden auf Fr. 764‘000.– beziffert. Der Geschäftsprüfungskommission und der Gemeindeversammlung wird somit ein Verpflichtungskredit von Fr. 764‘000.– beantragt. Der Gemeinderat wird darauf achten, diese Kosten bei der Umsetzung möglichst gering zu halten. Bei der Umnutzung sind diverse Auflagen umzusetzen, da es sich um eine öffentliche Baute handelt. Dazu gehört u. a. die Einhaltung der Vorschriften betreffend die hindernisfreien Bauten, welche auch die Anpassung der Umgebung zur Folge hat. Die heutige Baute weist zudem eine geringe Fensterfläche auf, dies muss ebenfalls angepasst werden. Wie bei Kostenvoranschlagen üblich, wurde auch vorliegend eine Reserve eingerechnet. 

Mit der Umnutzung soll nicht ein Umbau der Extraklasse realisiert werden – sondern eine bestehende Liegenschaft so ertüchtigt werden, dass sie den heutigen Aufenthalts-Anforderungen entspricht und für die Bevölkerung ebenfalls ein Mehrwert resultiert. 

Besichtigen Sie den heutigen Aufenthaltsraum und das alte Feuerwehrmagazin 

Am Donnerstag, 2. Juni 2022 von 17:00 bis 19:00 Uhr stehen der heutige Aufenthaltsraum und das alte Feuerwehrmagazin zur Besichtigung offen. Dabei werden die Projektverantwortlichen anwesend sein, um Ihre Fragen zu beantworten. Wir freuen uns auf Sie!

Sind Sie am 2. Juni verhindert und möchten die Räume trotzdem besichtigen? Dann kontaktieren Sie uns und vereinbaren einen individuellen Termin.

 

 

Traktandum 4 

Informationen über die aktuellen Projekte: 

  • Ortsplanungsrevision, Simon Buri
  • Entwicklungsstrategie Inseli 2040, Simon Buri
  • Schule, Ursula Steffen
  • Schutz & Rettung, Bruno Maurer

 

Ehrungen für das Jahr 2021

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung finden die Ehrungen verdienstvoller Konolfingerinnen und Konolfinger statt. Der Gemeinderat Konolfingen hat beschlossen, für das Jahr 2021 folgende Personen zu ehren:

 

Sparte Kultur      Rosemarie Zingg-Kropf

Rosmarie Zingg-Kropf wird als langjährige, innovative und sehr engagierte Bibliothekleiterin und ebenso langjährige Organistin und Kammermusik-Konzert-Organisatorin der ref. Kirche Konolfingen geehrt. Sie trägt seit vielen Jahren Wesentliches zum kulturellen Leben in der Gemeinde bei.

 

Sparte Kultur      Team Kino Grünegg

Seit 1958 besteht das Kino Grünegg und wird in der der zweiten Generation von der Familie Bigler betrieben. Das Kinoerlebnis der Besuchenden steht klar im Vordergrund und nicht die Wirtschaftlichkeit und Rendite. 

 

Der Anlass wird von der Musikgesellschaft Konolfingen musikalisch umrahmt. 

 

Die stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger sind zu dieser Versammlung, den Ehrungen und einem kleinen Imbiss freundlich eingeladen.

Gemeinderat Konolfingen