Das Planungsbüro «Kontextplan» begleitet die Gemeinde bei der Erarbeitung des Richtplans. Der Ortsplanungsausschuss und die Arbeitsgruppe «Schulweg» bilden die Begleitgruppe dazu. Von der Bevölkerung, von Seiten Gemeinde, vom Kanton und auch vom Planungsbüro wurden bezüglich Verkehr rund 50 Schwachstellen festgestellt. In einem ersten Workshop wurden alle diese Schwachstellen zusammen analysiert und entschieden, ob Massnahmen dagegen zu ergreifen sind.

Das Planungsbüro ging anschliessend arbeiten und erstellte Massnahmenblätter, mit denen all die definierten Schwachstellen angegangen werden können. Diese Massnahmenblätter heissen bspw. «Schulwegsicherheit innerorts / ausserorts», «Veloverkehr», «Kantonsstrassen» oder «öffentlicher Verkehr». Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Schulwegen.

Die vorgeschlagenen Massnahmen sind in einem zweiten Workshop in der Begleitgruppe diskutiert worden und es ist entschieden worden, welche Massnahmen weiterverfolgt werden sollen. Wichtig zu wissen: die Massnahmen, die wir im Richtplan definieren, sind behördenverbindlich. Das bedeutet, dass die Gemeinde diese umsetzen muss, sobald der Richtplan in Kraft ist.

Der nächste Schritt: Kontextplan erarbeitet derzeit eine erste Version des Richtplans Verkehr. Dieser wird wiederum in der Begleitgruppe besprochen und anschliessend dem Gemeinderat vorgelegt. Dieser gibt ihn zur Mitwirkung frei, die voraussichtlich ab dem 20. August 2018 stattfinden soll. Die entsprechende Informationsveranstaltung findet am 27. August 2018 statt.

Dann sind Sie gefragt: lesen Sie den Richtplan durch und machen Sie sich Ihre Gedanken. Stimmen die Stossrichtungen für Sie? Fehlt Ihnen etwas, haben Sie weitere Vorschläge? Für positive wie konstruktive Rückmeldungen sind wir dankbar. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung in der Mitwirkung zu diesem wichtigen Thema.

Informationen zum Planungsbüro: http://kontextplan.ch/

Aktualisiert am: 30.05.2018

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Der Ortsplanungsausschuss hat Anfang Jahr eine detaillierte Analyse von Konolfingen in Auftrag gegeben. Dieser rund 50-seitige Bericht von Wüst & Partner ist unterdessen fertiggestellt, er behandelt bspw. Themen wie die Beschäftigungssituation in Konolfingen, die Pendlerbilanz oder der Anteil der verschiedenen Wohnnutzungen. Zusammen mit den verschiedenen weiteren Analysen seit Beginn der Ortsplanung und der Umfrage vom 2016 haben wir nun die Grundlagen beisammen, um weiterzuarbeiten.

Der Gemeinderat hat sich das Legislaturziel gesetzt, die Ortsplanung mit den Elementen räumliche Entwicklung, Verkehr und Energie per Ende Legislatur abzuschliessen. Das sind die klassischen Themen, die im Rahmen einer Ortsplanung behandelt werden.

Der nächste grosse Schritt in der Ortsplanung ist das Erarbeiten der räumlichen Entwicklung. Hier geht es um das Zusammenspiel von Siedlung und Landschaft und dabei im Speziellen um die bauliche Entwicklung unseres Dorfes. Der Ortsplanungsausschuss erarbeitet demnächst Vorschläge dazu, beispielsweise zu den Themen: wo soll Verdichtung angestrebt werden? Wie soll sich das Zentrum entwickeln? Welche Entwicklung streben wir für die Weiler Gysenstein und Herolfingen an? Diese Vorschläge werden anschliessend vom Gemeinderat diskutiert und als Stossrichtungen für die weitere Planung definiert. Der Gemeinderat wird dabei auch über die Form der weiteren Ortsplanung entscheiden.

Die Gemeinde Konolfingen hat zwei verschiedene Formen der Ortsplanung zur Auswahl. Bei der klassischen Ortsplanungsrevision wird die gewünschte Entwicklung geplant und so in der baurechtlichen Grundordnung festgehalten. Zonenplan und Baureglement haben dann eine Planbeständigkeit von 10 bis 15 Jahren, können also nicht mehr angepasst werden, ausser in speziellen Fällen. Bei der Ortsplanung mit Richtplänen wird genau gleich die gewünschte Entwicklung geplant, aber noch nicht in der baurechtlichen Grundordnung festgehalten.

Der Ortsplanungsausschuss tendiert zur Richtplanvariante. Was sind die Gründe dafür?

  • Verschiedene Analysen haben ergeben, dass in Konolfingen kein Einzonungsbedarf besteht. Wir haben ausreichend Entwicklungspotenzial im bestehenden Siedlungsgebiet.
  • Um aber Ziele wie Verdichtung und Zentrumsentwicklung erreichen zu können, sind wir auf Entwicklungsprojekte von Grundeigentümern angewiesen. Die Gemeinde kann keine Entwicklung befehlen, sondern nur Entwicklung ermöglichen.
  • Die Chance des Richtplans ist, dass die Gemeinde klar sagt, wo sie welche Entwicklung möchte. Die konkreten Bauvorschriften werden dann aber erst bei einem konkreten Projekt erlassen, das mit dieser gewünschten Entwicklungsausrichtung übereinstimmt. Das ist der grosse Unterschied zur klassischen Ortsplanungsrevision: dort werden die Bauvorschriften unabänderlich für die nächsten 10 Jahre erlassen – das kann die Entwicklung behindern, wenn für an sich gute Projekte nämlich Anpassungen nötig wären.
  • Auch für die Bevölkerung hat dieses Vorgehen Vorteile: denn bei jedem konkreten Projekt, wo Bauvorschriften angepasst werden, wird es mit dieser Vorgehensweise eine Mitwirkung und je nach Dimension eine Abstimmung darüber geben. Die Bevölkerung kann also bei jedem Entwicklungsschritt konkret mitbestimmen, ob sie diesen wünscht oder nicht.

Wenn der Gemeinderat dies auch so sieht, wird die Erarbeitung eines Richtplans zur räumlichen Entwicklung angegangen. Dabei werden verschiedene Stossrichtungen auch im Austausch mit der Bevölkerung diskutiert werden.

Aktualisiert am: 30.05.2018

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Das eidgenössische Raumplanungsgesetz (RPG 1979) verpflichtet Bund, Kantone und Gemeinden, die Raumentwicklung zu planen, den Boden haushälterisch zu nutzen, die raumwirksamen Tätigkeiten abzustimmen und dabei die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft zu beachten. Die kantonale Baugesetzgebung (BauG 1985: Art. 53 ff) sowie der kantonale Richtplan geben den Auftrag zur Ortsplanung und definieren Ansprüche an Inhalt und Umfang der Planungsinstrumente jeder Gemeinde.

 

Mit der Aktualisierung der baurechtlichen Grundordnung von 2018 wird das Baureglement an die Vorgaben bezüglich der harmonisierten Messweisen der baupolizeilichen Masse (BMBV) angepasst.

Im Jahr 2011 wurde das neue Gewässerschutzgesetz des Bundes in Kraft gesetzt. Damit erhalten die Gemeinden den Auftrag, die Gewässerräume gemäss den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen grundeigentümerverbindlich festzulegen.

Die Gemeinde Konolfingen muss zudem die bereits bestehende Gefahrenkarte (Naturgefahren) grundeigentümerverbindlich in die baurechtliche Grundordnung übernehmen. Zudem sind die Bestimmungen zu den Naturgefahren im Baureglement an die aktuellen Vorgaben des Kantons anzupassen.

 Harmonisierte Messweise der baupolizeilichen Masse (BMBV)

  • Mit der Aktualisierung des Baureglements wird die neue kantonale Verordnung über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV) in der Gemeinde Konolfingen umgesetzt.

Gewässerraum

  • Das neue Gewässerschutzgesetz des Bundes enthält den Auftrag, die Gewässerräume gemäss den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen grundeigentümerverbindlich festzulegen. Der Gewässerraum bezweckt, dass die natürlichen Funktionen, der Hochwasserschutz und die Gewässernutzung gewährleistet sind.

Naturgefahren

  • Bisher waren die Gefahrengebiete (Naturgefahren) gemäss der aktuellen Gefahrenkarte als Hinweise im Zonenplan dargestellt. In der aktualisierten baurechtlichen Grundordnung werden nun die aktuellen Gefahrengebiete grundeigentümerverbindlich festgesetzt:
  • Im Zonenplan werden die Inhalte der synoptischen Gefahrenkarte neu als grundeigentümerverbindliche Festlegungen dargestellt: Gefahrengebiete mit „erheblicher Gefährdung“ (→ „rotes“ Gefahrengebiet), mit „mittlerer Gefährdung“ (→ „blaues“ Gefahrengebiet), mit „geringer Gefährdung“ (→ „gelbes“ Gefahrengebiet). Auch die Gefahrengebiete mit nicht bestimmter Gefahrenstufe müssen dargestellt werden.
  • Im Baureglement werden die Bestimmungen zu den Gefahrengebieten gemäss der kantonalen Arbeitshilfe für die Ortsplanung „Berücksichtigung von Naturgefahren in der Ortsplanung“ angepasst.

Weitere Aktualisierungen

  • Die Bestimmungen zum Planungsausgleich werden bezüglich dem am 1.1.2018 in Kraft getretenen Reglement über die Mehrwertabgabe der Einwohnergemeinde Konolfingen angepasst. Ebenfalls werden die Bestimmungen zum Fachausschuss Baugestaltung angepasst und präzisiert.

 

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Der Gemeinderat und der Ausschuss „Überarbeitung Ortsplanung“ bedanken sich ganz herzlich für Ihre Teilnahme an der Online-Umfrage zur Ortsplanungsrevision, sowie für alle Rückmeldungen und Anregungen.
Insgesamt sind 268 Antworten bei uns eingegangen.

Erkenntnisse

  • Mehr als 207 der Teilnehmenden halten es für realistisch, dass die Gemeinde Konolfingen im Jahr 2030 6‘000 Einwohner/innen zählt. Zudem befürworten rund 162 Personen den Zuwachs an Arbeitsplätzen von ca. 7 % zu den zurzeit vorhandenen 2‘800 Arbeitsplätzen.
  • Die Bestrebung nach „verdichtetem Bauen“ wird von der Mehrheit begrüsst, jedoch nicht auf dem eigenen Grundstück.
  • Ein behördenverbindlicher „kommunaler Richtplan Energie“ wird beinahe von 187 Bürger begrüsst. Die Erarbeitung von grundeigentümerverbindlichen Vorschriften befürwortet jedoch nur die Hälfte.
  • Über 200 Teilnehmer haben keine konkreten Einzonungs-, Umzonungs- oder Auszonungs-wünsche. Anliegen nach Umzonungen werden am häufigsten genannt, Auszonungswünsche am wenigsten. Es liegen ca. doppelt so viele Einzonungs- wie Auszonungswünsche vor.
  • Knapp die Hälfte der Teilnehmenden beurteilt die Infrastrukturbauten (Strassen, Velo- und Fusswege) für ungenügend. Entsprechende Planungsinstrumente werden zur gegebenen Zeit geprüft.
  • Mit der Wohn- und Lebensqualität in Konolfingen sind 80 % der Teilnehmenden zufrieden.
  • Fast 90 % der Teilnehmenden sind der Auffassung, dass die Hecken, Feldgehölze, Trockenwiesen und Einzelbäume mit der gesetzlichen Grundlage im Baureglement genügend geschützt sind.
  • 2 % verfügen über ungenutzte Liegenschaften oder Teile davon, welche sie aufgrund von Restriktionen nicht ausbauen dürfen, aber möchten (inkl. Landwirtschaftszone).
  • Nur ca. 94 Personen begrüssen die Durchführung eines öffentlichen Workshops zur Mitgestaltung und würden auch aktiv daran teilnehmen.


Weiterer Verlauf:
Über den Stand der Dinge wird laufend auf der Homepage informiert (www.konolfingen.ch → Projekte → Überarbeitung Ortsplanung“).
Bei Fragen dürfen Sie sich gerne mit der Abteilung Bau (, 031 790 45 25) in Verbindung setzen.

Der Gemeinderat
Der Ausschuss „Überarbeitung Ortsplanung“

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